Intermittant Fasting

Intermittent Fasting – Periodisches Fasten – was steckt dahinter?

Die meisten Menschen können sich unter dem Begriff Intermittent Fasting nichts vorstellen, wenn sie ihn zum ersten Mal hören. Die Vorstellung 16, 18, 24, oder gar 36 Stunden zu fasten und dann anschließend umso mehr zu essen, erscheint ihnen äußerst merkwürdig. Allerdings legen verschiedene wissenschaftliche Studien die Vermutung nahe, dass diese Methode abzunehmen sich optimal eignet, um neben der Gewichtsabnahme auch noch die geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern, den Alterungsprozess zu verlangsamen und natürlich den Bauchumfang zu reduzieren. 

Wissenschaftliche Studien belegen außerdem, dass das Intervallfasten uns vielleicht sogar dabei geholfen hat, den menschlichen Stoffwechsel besser zu verstehen und mit einigen hartnäckigen Diätmythen aufzuräumen. Es handelt sich dabei vielleicht nicht um die Geheimwaffe für einen flachen Bauch, kann aber dabei helfen, die Zusammensetzung des Körpers insgesamt zu verbessern und Fett schneller loszuwerden.

In folgendem Artikel betrachten wir uns einmal genauer, was Intermittent Fasting eigentlich ist, wie es funktioniert und wie es Ihnen helfen kann. 

Was ist Intermittent Fasting? 

Betrachten wir zuerst einmal, was “IF” eigentlich ist. Man könnte meinen, es handele sich dabei um eine Diät, da man über längere Zeiträume hinweg nichts isst, allerdings handelt es sich hierbei eher um ein Ernährungskonzept, bei dem man in regelmäßigen Intervallen fastet. Bei manchen Ernährungsplänen kann es sein, dass man sechzehn Stunden am Tag fasten muss und in den übrigen acht essen darf. Wieder ein anderer Plan empfiehlt, zwanzig Stunden am Tag zu fasten und nur in den übrigen vier Stunden zu essen. 

Obwohl man beim Fasten, wie der Name schon sagt, über längere Zeiträume hinweg nichts isst – steckt noch viel mehr hinter dem Prozess des periodischen Fastens. Unser Essen wird bei der Verdauung in seine verschiedenen Moleküle zerlegt, die von unseren Zellen genutzt werden können. Diese Moleküle gehen dann in das Blut über. Insulin wird freigesetzt, dessen Aufgabe es ist, die Nährstoffe zu den Zellen zu bringen. Je nachdem, wie viel Essen man zu sich genommen hat, kann der Insulinspiegel noch Stunden nach dem Essen erhöht sein. 

Jeden Tag durchläuft der Körper mehrere “Fasten-” und “Füllphasen”. Ziel des Intermittent Fasting ist es, den Zeitraum auszudehnen, den der Körper in der „Fastenphase“ verbringt. Die meisten Menschen beginnen um acht Uhr morgens mit dem Frühstück und hören gegen einundzwanzig Uhr mit dem Abendessen auf. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten liegen mehrere Stunden. Das bedeutet jedoch, dass eine normale Person nur rund sechs bis sieben Stunden am Tag “fastet”. 

Intermittent Fasting kehrt diesen Prozess um und ermöglicht es Ihnen, die Fastenphasen zu verlängern – doch warum sollten Sie das überhaupt tun? 

Die Vorteile des Intermittent Fasting – Intervallfastens

Auf physischer Ebene sorgt das Fasten für eine Reaktion des Körpers auf Zellebene, die Medizinern und Fitnessexperten als Autophagie bekannt ist. Bei diesem Prozess werden beschädigte Zellen abgebaut. Autophagie spielt eine große Rolle dabei, die Alterungsprozesse zu verlangsamen und Muskelmasse zu behalten. Tatsächlich ist sie hauptsächlich dafür verantwortlich, dass eine geringere Kalorienzufuhr den Alterungsprozess verlangsamt.

Weiterhin belegen Studien, dass Fasten auch dabei helfen kann, Entzündungen im Körper zu reduzieren, den Insulinspiegel im Blut zu optimieren, die Resistenz gegen oxidativen Stress zu erhöhen, sowie vermehrt Wachstumshormone zu bilden. Mit anderen Worten hilft das Fasten ihrem Körper dabei, Schlacken loszuwerden und insgesamt besser zu funktionieren. 

Kann man durch Fasten schneller abnehmen? 

Bei vielen Ernährungsplänen für das Intermittent Fasting steht gleichzeitig ein Fitnesstraining mit auf dem Programm. Man trainiert, wenn der Insulinspiegel besonders niedrig ist, damit der Körper auf die einzig zur Verfügung stehende Energiequelle, nämlich das Fett, zurückgreifen muss. Es ist zwar auch weiterhin völlig in Ordnung, nicht nüchtern zu trainieren, allerdings steigt beim Training auf nüchternen Magen die Fettverbrennung und Lipolyserate. 

In anderen Worten, wenn man fastet und gleichzeitig trainiert, kann der Körper die Fettreserven eher angreifen, als wenn man gegessen hat. Außerdem ist im nüchternen Zustand die Bauchregion besser durchblutet. 

Ein Wermutstropfen bleibt jedoch, denn wenn das Training im nüchternen Zustand erfolgt, kann das eventuell zum Muskelabbau führen. Um es anders auszudrücken, kann Training im nüchternen Zustand ihnen dabei helfen, Fett schneller loszuwerden, allerdings hilft es nicht dabei, Muskeln zu behalten und Spaß am Training zu haben. Normalerweise kann man dieses Problem nur mit den richtigen Nahrungsergänzungsmitteln bekämpfen.

So hängen Fasten und Gewichtsverlust zusammen

Das Fazit ist, dass das Fasten, wenn es richtig durchgeführt wird, Ihnen dabei helfen kann, das Beste aus Ihrer Abnehmstrategie herauszuholen. Man sollte aber darauf achten, dass man nicht gleichzeitig mit dem Fett auch an Muskelmasse einbüßt.

Marc Dressen
Personal Trainer in Berlin & Potsdam

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