Betaine

Alles, was du über Betain wissen solltest

Wenn du viel in der Fitnessszene unterwegs bist, wirst du wahrscheinlich bereits ein wenig über Betain Bescheid wissen. Auch wenn du noch nicht sehr viel darüber weißt – kein Problem. Es ist relativ leicht, bei all den neuen Fitnesstrends, Nahrungsergänzungsmitteln und Trainingshilfen, die fast täglich auf den Markt kommen, die Übersicht zu verlieren. Allerdings ist es sehr wichtig zu wissen, welche Auswirkungen all diese Stoffe tatsächlich auf deinen Körper haben.

Betain bekommt in der letzten Zeit besonders viel Aufmerksamkeit vonseiten der Medien, obwohl Ärzte und Experten diesen Stoff schon seit geraumer Zeit kennen. Allerdings ist es als Nahrungsergänzungsmittel noch ein ziemlicher Newcomer. Wenn du aber versuchst, dein Workout zu optimieren, um die hartnäckigen Pfunde am Bauch loszuwerden und deine Ausdauer zu verbessern, könnte sich Betain als großartiger Verbündeter erweisen. Und ich werde dir zeigen, wie du erfolgsorientiertes Training und Betain so einsetzt, dass sie die bestmöglichen Resultate bringen.

Hier ist der Deal…

Man findet Betain in verschiedenen muskelaufbau- und trainingsunterstützenden Präparaten, und im Folgenden werden wir uns einmal ansehen, wie es genau wirkt. Du erfährst direkt von deinem Personal Trainer Marc Dressen, was Betain eigentlich ist, welche Resultate du bei der Einnahme von Betain erwarten kannst und was es in Wirklichkeit mit diesem Nahrungsergänzungsmittel auf sich hat. 

Was ist Betain?

Wenn man versucht, die hartnäckigen Pfunde loszuwerden, ist es nur natürlich, sich nach Nahrungsergänzungsmittel und anderen Dingen, die einem dabei helfen können, seine Trainingsziele zu erreichen, umsieht. Betain ist ein Aminosäuren-Derivat, das in verschiedenen Nahrungsmitteln vorkommt, zum Beispiel in Quinoa, Roter Beete, Spinat und noch manch anderen. Betain ist besonders für seine Eigenschaft als Quelle für Methylgruppen und als Osmolyt bekannt.

Falls du vielleicht nicht so genau weißt, was dieses Wort genau bedeuten soll, erkläre ich es hier einmal. Betain steckt voller Hydrogen- und Kohlenstoffmoleküle, die wir als „Methylgruppen“ bezeichnen. Diese Methylgruppen werden im Körper zur Methylierung verwendet, die einen großen Teil aller physiologischen Prozesse ausmacht, mit denen wir es täglich zu tun haben. Betain ist außerdem ein Osmolyt, also eine Substanz, die dabei hilft, das Flüssigkeitsgleichgewicht zwischen dem Inneren und dem Äußeren von Zellen herzustellen.

Warum ergänzen manche Menschen ihre Ernährung mit diesem Stoff?

Auf diese Frage gibt es drei Antworten:

  1. Um ihre Herz-Kreislaufgesundheit zu verbessern
  2. Um ihre sportliche Leistungsfähigkeit zu steigern
  3. Um ihre Verdauung anzuregen

Welche Auswirkungen kann man bei der Einnahme von Betain erwarten?

Wenn es um die Einnahme von Betain geht, ist es zu allererst einmal wichtig, zu wissen, wie viel davon eine „klinisch wirksame“ Dosis ausmacht. Man muss also wissen, wie viel man davon nehmen muss, um eine Wirkung zu sehen und gute Resultate zu erzielen. Bei der Einnahme von Betain ist die Dosis abhängig von der gewünschten Wirkung. Bis jetzt wissen wir Folgendes aus wissenschaftlichen Studien:

  • Wenn du deinen Muskelaufbau verbessern, deine Leistungsfähigkeit während des Trainings steigern und den Fettabbau optimieren möchtest, solltest du, laut Studien mit positiven Ergebnissen, täglich zwischen 1000 und 6000 mg Betain zu dir nehmen.
  • Geht es dir darum, deine Verdauung zu verbessern, reicht eine tägliche Dosis Betain HCI von 650 bis 2000 mg.
  • Möchtest du deine Leberfunktion verbessern und Leberschäden vorbeugen, solltest du laut Forschung, täglich dreimal etwa 1000 bis 2000 mg Betain zu dir nehmen.
  • Möchtest du dein Homocystein-Niveau senken und bessere Leberwerte erhalten, solltest du täglich mindestens 500 mg Betain einnehmen, um mit Resultaten rechnen zu können.

Das Gute ist, dass man bei regelmäßiger Einnahme von Betain bei einem gesunden Menschen normalerweise nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen hat. Selten kann es zu Übelkeit oder Durchfall kommen, diese Fälle sind jedoch extrem rar.

Gelegentlich kann es bei der Einnahme sehr hoher Dosen von Betain dazu kommen, dass Schweiß und Atem eine Art „fischigen“ Geruch annehmen. Sollte das bei dir der Fall sein, kannst du dem mit der täglichen Einnahme von rund 200 mg Vitamin B2 oder Riboflavin entgegenwirken, da du dich mit diesem Geruch sicher nicht so gern im Fitnessstudio blicken lassen möchtest.

Du solltest auch wissen, dass du die Einnahme von Betain vorher mit deinem Arzt abklären solltest, wenn du Medikamente gegen Herz- und Leberkrankheiten nimmst, oder ein besonders hohes Risiko für Herz-Kreislaufkrankheiten aufweist. Normalerweise solltest du Betain trotzdem bedenkenlos einnehmen können, aber wenn es um das Erreichen deiner Fitnessziele geht, gilt: Vorsicht ist besser als Nachsicht.

Welche Resultate kannst du dir bei der Einnahme von Betain erwarten?

Es ist wichtig, dass man bei der Einnahme von Betain, wie generell bei allen Nahrungsergänzungsmitteln, realistische Erwartungen hat. Denk daran, dass du durch Nahrungsergänzungsmittel nicht wie von Zauberhand deinen Traumkörper erhältst. Wenn du sie allerdings mit einem guten Ernährungsplan und einem wohldurchdachten Trainingsplan kombinierst, wird es nicht lange dauern, bis du Resultate siehst.

Durch die Einnahme von Betain zusammen mit einem täglichen Training kannst du Folgendes erreichen:

  • Eine leichte Verbesserung deiner Leistungsfähigkeit beim Krafttraining
  • Möglicherweise einen erhöhten Fettverlust mit Zunahme der Muskelmasse
  • Ein geringeres Risiko an Herzleiden zu erkranken
  • Verbesserung der Verdauung und der Leberfunktion

Mit Betain bekommst du vielleicht nicht augenblicklich deinen Wunschkörper, aber es hilft dabei, den Homocysteingehalt in deinem Körper zu reduzieren, was wiederum das Risiko senkt, an Herzleiden zu erkranken. Außerdem verbessert es allgemein den Gesundheitszustand. Zusätzlich unterstützt es die Leberfunktion und hilft so bei der Entschlackung des Körpers, sodass du dir um die Gesundheit deiner inneren Organe wenig Gedanken zu machen musst.

Außerdem belegen Studien, dass Betain Fettsäuren zerlegt, so dass sich keine Fette in der Leber ansammeln können, was dazu beiträgt, Leberschäden zu reparieren und die Gesundheit der Leber zu verbessern.

Und, last, but not least, hilft Betain dem Magen dabei, die Nahrung ordentlich zu verdauen, was dir beim Abnehmen helfen und Völlegefühl vorbeugen kann. Ist der Säuregehalt in deinem Magen nicht optimal, kann er Schwierigkeiten damit haben, die von dir gegessenen Nahrungsmittel ordnungsgemäß zu zerlegen. Betain HCI kommt oft zum Einsatz, um den Säuregehalt des Magens anzuheben und Magen-Darm-Probleme zu beheben.

Die Wahrheit über Betain

Tatsächlich ist es so, dass Betain zu den wenigen heutzutage erhältlichen Nahrungsergänzungsmitteln gehört, die erschwinglich sind und sich tatsächlich positiv auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirken. Falls dein Budget es dir erlaubt, Betain auszuprobieren, würde ich sagen, es könnte sich dabei tatsächlich um eine gute Ergänzung zu deinem Sport-und Ernährungsplan handeln.

Allerdings ist es wichtig, dass du dich von dem Rummel um Betain nicht zu sehr beeindrucken lässt. Betain macht dich nicht automatisch zum Muskelpaket, kann dir aber durchaus dabei helfen, härter und länger zu trainieren, was letztendlich dazu führt, dass du auch schneller Muskelmasse aufbaust!

Marc Dressen
Personal Trainer London

Read the English article: „What do you need to know about Betain?“